Gibt es noch Hoffnung?
#1
Hallo alle zusammen,

ich bitte mal wieder um Eure Hilfe und Meinungen.
Wie Ihr vielleicht in meinen anderen Beiträgen gelesen habt, liegt mein Lebensgefährte seit Ende Oktober 2012 im Wachkoma. Er hatte einen Herzinfarkt und der Notarzt hat ca. 45 Minuten gekämpft um ihn stabil zu bekommen und mit ihm ins Krankenhaus zu fahren. Die Ärzte sagten von vorneherein, daß es keine Hoffnung mehr gibt, weil die Schäden im Gehirn zu groß sind.
Axel hat sich inzwischen durch viele Situationen durchgekämpft - obwohl ihn die Ärzte schon aufgegeben hatten. Wie oft haben sie gesagt "Er wird die nächste Nacht nicht überstehen", aber er kämpft weiter.

Zusammen mit der Familie haben wir uns viele verschiedene Pflegeeinrichtungen angeschaut und sind bei einer Einrichtung in Dinslaken hängengeblieben, die auch eine eigene Wachkomastation hat.
Nach ewigem hin- und her haben wir jetzt auch endlich einen Pflegeplatz in Aussicht, aber jetzt will die Familie nicht mehr. Ich bin leider nur 2. Betreuer und weiß nicht mehr was ich machen soll oder was richtig ist. Die Familie sagt immer, daß ich mich endlich von dem Glauben freimachen soll, daß Axel wieder wach wird und keine unnötige Energie mehr verschwenden soll. Auch könnten die Eltern es nicht mehr schaffen nach Dinslaken zu fahren - aus gesundheitlichen Gründen. Im Moment liegt er in einem Pflegeheim in Oberhausen.

Wie soll ich damit umgehen? Wie kann ich einen Menschen nach 7 Monaten schon aufgeben?? Er hat uns doch schon bewiesen, daß er kämpft ...
Auch das von mir gesuchte Gespräch mit dem Hausarzt brachte nur das Ergebnis, daß ja der Schwager erster Betreuer ist und somit entscheiden darf was passiert.
Jetzt sagt ihr doch bitte mal - mache ich mir selber was vor?? Sind nach 45 Minuten die Schäden im Gehirn so groß, daß es keine Hoffnung mehr gibt??
Wie deute ich dann diese Reaktion von Axel, wenn er auf einmal die Augen weit aufreißt und wild im Zimmer rumschaut als wenn er gucken will wo er ist??

Ich weiß nicht mehr weiter - bitte helft mir!!!

Euer Tränchen
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#2
Huhu,

sicher sind die Chancen auf eine vollständige Genesung gering, aber sollte man deshalb aufgeben ?
Fortschritte, wenn auch nur kleine, sind sicher möglich.
Aber selbst wenn ein Mensch über viele Jahre in solch einem Zustand verbleibt hat er Anspruch auf maximale Lebensqualität.


Nur das was man aufgibt,ist VERLOREN!!!!!!

Grüsse
Ingo
Ingo ( 02/68 ) pflege meine Frau Christine ( 06/69 ), Wachkoma MCS nach Schlaganfall 2008, pflege seit Mai 2009 zu Hause
--------------------------
Mein Baby gehört zu mir, ist das klar ?
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#3
Tongue bitte niemals negativ denken !!!!!!! die komapatienten spüren das und negativ ist absolut falsch!!!! mein junge(32) ist nach4,5 monate aus dem wachkoma erwacht und die ärzte haben ihm null chance gegeben.er hatte am 31.12.3012 herzstillstand und vermutlich 15min keinen sauerstoff.er hat die hölle durchlebt und wir mit ihm mit aber nun lachen wir wieder zusammen er kann auch schon wieder sprechen darf nur nicht zu viel input sein dann kommt er durcheinander.aber er ist am anfang auf dem weg zurück ins leben.

also immer positiv denken Thumbsup Thumbsup Thumbsup Thumbsup
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#4
hallo Tränchen, vieles von dem was du schreibst kommt mir sehr bekannt vor. wegen der Ernährung hab ich folgende erfahrungen gemacht : 1. die nahrung von Fresenius ist meist nicht so gut verträglich mein Schatz bekommt Nahrung von Nutricia und zwar Nutrison, da gibt es auch verschiedene Sondenkost auch laktosefreie -Ich hatte mal direkt bei Nutricia angerufen und mich mal beraten lassen. 2. Mein LG hat wegen der nahrungsgeschichte seit langem eine Dünndarmsonde da erbricht er praktisch nie ausser er hat wieder mal nen fiebrigen Infekt :-(. Ausserdem hat auch ne geblockte Tracheakanüle, hat das dein Partner auch. ? Aber erstmal solltest du schauen ob eine andere nahrung was bringt. dann evtl die PEJ (Dünndarmsonde)- mit der TK (Tracheakanüle) bin ich nicht so glücklich. durch das lange liegen ) jetzt 3 Jahre) ist der Knorpel der Luftröhre instabil geworden. :-( das zum körperlichen Zustand.
wegen seiner Reaktionen lass dir den Mut nicht nehmen .da ist in der regel wesentlich mehr Potential als von den medizinern prognostiziert wird. Bei uns war es so dass damals die reha fast nicht durchgeführt wurde weil das EEG so schlecht aussah , dass eignetlich kein geregeltes zusammenspiel der hirnzellen zu erkennnen war. damals noch auf intensiv hat er ein mittel bekommen dass den stoffwechsel im gehirn anregen sollte. Inzwischen hat er aber eine recht gute Mimik und augensprache entwickelt .längerer lidschluss beduetet bei ihm Zustimmung . wenn er die augen auf hat versuch mal ihm zuzuzwinkern . mein schatz antwortet mir darauf mit schnellen bewegeungen beider augenlider und behalte das mit dem reden und Singen auf jeden fall bei am intensivsten reagiert mein süsser darauf wenn ich ihm vorsinge habe ihm auch mehrere CD s gebrannt mit von mir gesprochenen texten und gedichten. wenn er dann meine stimme hört wird er wesentlich ruhiger das hat mir das Pflegepersonal mehrfach bestätigt
Ja und das mit der partnerschaft kenn ich nur zu gut wenn du magst können wir ja ausführlicher ünber PN kommunizieren
wünsche dir viel Kraft und alles Liebe
liebe Grüße Anne
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