Spezialisten für Botox
#1
Seit dem 01.01.2003 ist Dr B. Wilken im Klinikum Kassel als Nachfolger von Herrn Dr.Herberg.


22.Januar 2003


Dr. Klaus-Peter Herberg im Ruhestand

Unermüdlicher Streiter für neurologisch kranke Kinder

Kassel. Einer der dienstältesten Chefärzte im Klinikum Kassel ist heute in den Ruhestand verabschiedet worden: Dr. Klaus-Peter Herberg (67), Direktor der Neuropädiatrie mit Sozialpädiatrischem Zentrum. Er hat seit 1974 die Neuropädiatrie am Klinikum aufgebaut und ein hochqualifiziertes Behandlungs- und Beratungszentrum für Kinder mit neurologischen Erkrankungen und Entwicklungsstörungen geschaffen. Zudem hat er entscheidenden Anteil am Aufbau des Frühfördersystems in Hessen. Seine Nachfolge hat zum 1. Januar 2003 Priv.Doz. Dr. Bernd Wilken angetreten.

Die Neuropädiatrie behandelt Kinder mit Erkrankungen des Nervensystems und der Muskulatur sowie Entwicklungsstörungen. Dies umfasst alle Formen der körperlichen, geistigen und seelischen Behinderung, zum Beispiel Anfallsleiden wie Epilepsie, Bewegungsstörungen wie Spastik, Muskelerkrankungen, Kinder nach Schädelhirnverletzungen und Verhaltensstörungen. Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts entwickelte sich auch in Deutschland die Neuropädiatrie zu einem eigenständigen Fach. Der damalige Direktor der Kinderklinik, Prof. Dr. Helmut Wolf, warb daher den in den USA tätigen Kinderarzt und Neurologen Dr. Herberg an, um am damaligen Stadtkrankenhaus die Neuropädiatrie mit einem stationären und einem ambulanten Bereich (Sozialpädiatrisches Zentrum, SPZ) aufzubauen.

Klinikum-Geschäftsführer Wolfgang Schwarz sagte, Dr. Herberg habe sich von Anfang an als unermüdlicher Streiter für sein Anliegen erwiesen, nämlich in Zusammenarbeit mehrerer Disziplinen eine bestmögliche Behandlung, Betreuung und Erziehung der Kinder zu gewährleisten. So manches Mal saß er beim damaligen Kasseler Oberbürgermeister Hans Eichel und warb für sein Konzept. Seine ersten Untersuchungen führte Dr. Herberg im Keller der Kinderklinik durch. Bis zur Eröffnung der Neuropädiatrischen Station, 1979, mit 14 Betten dauerte es fünf Jahre. 18 Jahre war die Neuropädiatrie unter beengten Verhältnissen im Gebäude der Kinderklinik beheimatet, bis der ambulante Bereich, das SPZ, 1992 in großzügige Räume in der Mönchebergstraße 48e - gegenüber dem Klinikum – umziehen konnte.

Was heute selbstverständlich ist, die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Kinderärzten, Psychologen, Sozial-, Heil- und Sonderpädagogen, Logopäden, Physio- und Ergotherapeuten, musste in zähen Verhandlungen erkämpft und die Finanzierung gesichert werden. Heute sind 48 (inklusive Pflegekräften) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Abteilung tätig, die seit 1974 mehr als 22.000 Kinder betreut hat. Die Zahl der behandelten Kinder ist von Jahr zu Jahr gestiegen, unter anderem weil die neuropädiatrischen Erkrankungen immer besser erkannt werden. Das Einzugsgebiet der Neuropädiatrie mit SPZ am Klinikum Kassel umfasst ganz Nordhessen sowie Südniedersachsen, Ostwestfalen und Teile von Thüringen.

Mit seiner einfühlsamen, warmherzigen Art gelang es Dr. Herberg immer leicht, Kontakt zu den kleinen Patienten zu bekommen. Oberste Maxime war für ihn stets, die Bedürfnisse des Kindes zu erkennen und es individuell nach seinen Möglichkeiten zu fördern und erziehen. Dr. Herberg: „Wir wissen nicht, wie ein Kind mit Down-Syndrom denkt und können es nicht in unsere Welt holen. Wir gehen zu Besuch in die Welt der Kinder und wenn sie uns willkommen heißen, können wir uns freuen und auch etwas für sie tun.“

Nicht nur für Kassel und die Region, sondern auch hessen- und bundesweit hat sich Dr. Herberg große Verdienste erworben, erinnerte Klinikum-Geschäftsführer Prof. Dr. Andreas Ferbert. Der Neuropädiater war das Zugpferd für die Bildung von insgesamt sieben SPZ in Hessen und zudem beratend in anderen Bundesländern tätig. Am Konzept der Frühförderung in Hessen hat er ebenfalls maßgeblichen Anteil: Gemeinsam mit Hedi Jantsch, der späteren Leiterin der Arbeitsstelle Frühförderung Hessen (Kassel), sowie Carla Sammler erarbeitete er die wissenschaftliche Begleitung für die Gründung von heute 56 allgemeinen Frühförderstellen in Hessen.

Dr. Herberg, geboren in Dresden, studierte in Jena Medizin und sammelte danach in verschiedenen Kliniken in Brandenburg, Berlin, Heidelberg und im Sauerland vielfältige Erfahrungen. Nach der Facharztausbildung zum Kinderarzt sowie der Promotion an der Universitätsklinik in Heidelberg ging er 1966 nach Nordamerika. Dort war er an mehreren renommierten Universitäten und Kliniken tätig, unter anderem in Boston (Mass., USA), Montreal (Kanada) und Columbia (South Carolina), und absolvierte seine amerikanische Facharztausbildung zum Neurologen. Vier Jahre war er als Ausbildender Neurologe beschäftigt und gleichzeitig Chef-Konsiliarius für Kinderneurologie an mehreren Krankenhäusern, bis er am 15. Juli 1974 nach Kassel kam.

Nach 28,5 Jahren im Klinikum Kassel fällt Dr. Herberg der Abschied „von einem an Eindrücken fast überfüllten beruflichen Leben“ schwer. Für ihn liegt auch ein Stück Glück in der Arbeit, indem er daran beteiligt war, Kindern die ihnen gemäßen Lebenssituationen zu bereiten. Den Ruhestand lässt er auf sich zukommen, hat nicht Bestimmtes vor, sondern möchte Lehrling sein für den dritten Lebensabschnitt. Der Abschied wird ihm erleichtert, da er „seine“ Neuropädiatrie in gute Hände weitergegeben hat.

Mit Privat-Dozent Dr. Bernd Wilken (44) wurde ein Nachfolger gefunden, der von der renommiertesten neuropädiatrischen Klinik in Deutschland kommt: Er war bis Ende 2002 als Oberarzt der Abteilung Kinderheilkunde/Schwerpunkt Neuropädiatrie der Universität Göttingen tätig. Für ihn ist Neuropädiatrie ein „tolles Fachgebiet, weil es die Langzeitbetreuung chronisch kranker Kinder beinhaltet. Für diese Kinder gute Förderkonzepte zu entwickeln ist essentiell für deren weiteren Lebensweg.“ Dafür sei ein interdisziplinäres Team notwendig, in dem der Blickwinkel jedes einzelnen in das Gesamtkonzept der Förderung eingebaut werde. Dies sei in der Neuropädiatrie mit SPZ im Klinikum Kassel hervorragend möglich. Als einen weiteren Pluspunkt nennt Dr. Wilken die Ausstattung des Klinikums mit allen Möglichkeiten der Maximalversorgung. Somit sei auch die Diagnose und Behandlung von akuten neurologischen Erkrankungen im Kindesalter gesichert, beispielsweise von akuten Gesichtsnervenlähmungen, epileptischen Anfällen, Hirntumoren, entzündlichen Erkrankungen des Zentralnervensystems und Durchblutungsstörungen.

Schwerpunkte der Arbeit von Priv.Doz. Dr. Wilken sind Epilepsien, Entwicklungsneurologie und Muskelerkrankungen. Er wird mehrere neue Diagnose-Verfahren nach Kassel mitbringen: die evozierten Potentiale, die Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeiten und die Magnetstimulation zur funktionellen Untersuchung der neurologischen Bahnensysteme, insbesondere akustischen, visuellen, sensiblen und motorischen System. Darüber hinaus die Muskelsonographie als einfache und kinderfreundliche Methode zur Beurteilung der Muskulatur. Als Spezialsprechstunden sind Botolinumtoxinbehandlung unter Sonographiekontrolle für Kinder mit Cerebralparesen und eine Muskelsprechstunde vorgesehen.

Dr. Wilken hat in Hannover Medizin studiert und dort promoviert. Sechs Jahre war er als Assistenzarzt in der Klinik für Pädiatrie der Medizinischen Universität Lübeck tätig, bevor er 1994 an den Schwerpunkt Neuropädiatrie der Göttinger Universitäts-Kinderklinik wechselte. 1998 wurde er dort zum Oberarzt bestellt. Parallel bildete sich Dr. Wilken in der klinischen Neurophysiologie fort, einem Gebiet, auf dem er zwischenzeitlich auch wissenschaftlich tätig war.

Hier die Adresse

Klinikum Kassel GmbH
Mönchebergstraße 41-43 , D-34125 Kassel

Klinikum Kassel GmbH
Postfach 10 36 67, 34112 Kassel


Zentraler Empfang:

Telefon: +49 (0) 561 / 980-0
Telefax: +49 (0) 561 / 980-6988

Durchwahl zu Dr. Bernd Wilken 0561/9803096

info@klinikum-kassel.de


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#2
Hey,

soweit ich gehört habe ist Dr. Wilken auch ein Spezialist für Botox ! Meine Freundin hatte schon Kontakt mit ihm und er sagt das sie das Botox nur unter sonographischer Überwachung machen würden. In jeden Muskel der ausgeschaltet werden soll kommt wohl eine Spritze.

Ihr kennt Dr. Wilken doch persönlich. Wie ist der denn so ?

Hab jetzt erfahren das nun auch in der Kinderklinik in Höchst die Botox-Injektionen unter sonographischer Beobachtung gemacht werden.

Liebe Grüße
Bettina
Hoffnung ist nicht die Überzeugung dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht. (Vaclav Havel)
HP www.sedolin.de
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