Biofeedback nach Dr. Brucker
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Textauszug :

Die Biofeedback-Therapie nach Brucker hat ihren Ursprung im Jahre 1969, als Dr. Brucker an der Universität New York in Forschungsprojekten zur Funktion der Zellen des zentralen Nervensystems arbeitete.
In mehr als 30 Jahren Forschung und Entwicklung entstanden in Dr. Brucker’s Biofeedback Labor innovative verhaltensmedizinisch basierte Methoden und hochentwickelte Computertechnologie mit dem Ziel, Personen, bei denen normalerweise eine permanente Lähmung zu erwarten ist, Funktionen wiederzugeben.
Im Jahre 1981 verlagerte Dr. Brucker sein Labor für Biofeedback von der Universität New York an die Medizinische Fakultät der Universität von Miami, Florida. Mit diesem Schritt konnten erstmals die Ergebnisse der langjährigen Forschung des Biofeedback-Labors eine Anwendung als Therapieform finden.

Es gibt mehrere Faktoren, die für ein Erlernen der Kontrolle über spezifische physiologische Antwortmuster von Bedeutung sind. Ein Faktor ist die Genauigkeit der Meßmethode. Das Lernen wird um so erfolgreicher sein, je genauer das Feedback ist. Wenn zum Beispiel eine Person versucht, willkürliche Motorneutronengruppen eines gelähmten Muskels zu rekrutieren und dabei nur auf eine kleinen Prozentsatz dieser Motorneuronen zurückgreifen kann, die apparative Biofeedbackeinheit aber nicht sensitiv genug ist, dieses geringe Signal zu erfassen, kann das Feedback der Person den Eindruck vermitteln, dass sie das Falsche tut, obwohl sie die richtigen Bemühungen unternimmt. Unter diesen Bedingungen wird die Biofeedback-Maßnahme nicht erfolgreich sein.
Der zweite Faktor, der störend sein kann, sind die Artefakte, die als Signale gewertet werden. Werden falsche Signale angezeigt, die nicht eine echte Repräsentanz der Leistung darstellen, die die Person aber als zunehmend positive Antwort auffasst, wird etwas Falsches gelernt.
Weiterhin funktionieren einige Biofeedback-Apparaturen so, dass sie physiologische Antworten nicht kontinuierlich ermitteln, sondern intermittierende Messungen zusammenfassen. Diese werden dann gemittelt wiedergegeben und als kontinuierliches Signal dargestellt. Wenn die Person jetzt eine Antwort erzielt, in der Zeit in der das Gerät nicht misst, wird der Erfolg ihrer Bemühungen nicht widergespiegelt. Dies senkt die Möglichkeit Kontrolle zu erlernen deutlich.
Deshalb ist eine sofort dargestellte Rückkopplung ein sehr wichtiger Faktor der Lerntechnik. Menschen lernen extrem schlecht unter Bedingungen einer verspätet eintreffenden Rückkopplung, d.h. wenn das Feedback Rückmeldung über vorher erfolgte Bemühungen gibt, nicht aber der eigentlichen Aktualität entspricht.
Die Eindeutigkeit der Rückkopplung ist der wichtigste Faktor. Die beste Anleitung zu Lernen ist die Präsentation physiologischer Antworten, wie z.B. elektromyographische Ausschläge von Muskelgruppen in einer klaren und leicht verständlichen Art und Weise, die zudem genau und ohne Verzögerung die Bemühungen der Personen widerspiegelt.
Das Gerät zur Biofeedback-Therapie wurde so gestaltet, dass die Effektivität willkürlich erlernter Kontrolle von EMG-Ausschlägen maximiert wird, indem besondere Schwerpunkte auf die Messung und die Feedback-Darstellung gelegt wurden, um die Sensitivität und Exaktheit der Messungen zu erhöhen und in einem bedeutsamen Rahmen widerzuspiegeln

Quelle sowie ausführliche Informationen zum Biofeedback nach Dr. Brucker findet Ihr unter :
http://www.rehamanagement.com/ueber%20bfb.htm

Infos zu Kontaktadressen:
http://www.dolphin-aid.de/downloads/news...edback.pdf
Hoffnung ist nicht die Überzeugung dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht. (Vaclav Havel)
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