Unnützes Leben - Droht unseren Kindern in Zukunft ein qualvoller Tod ???
#1
Nachfolgenden Artikel habe ich in der Zeit entdeckt !!! Der Inhalt ist eigentlich für die Zukunft ein klares Todesurteil für unsere Kinder. Ich finde es unter aller..... ! Erst Reanimieren ("ach was sind wir toll"), und dann nicht mehr behandeln wollen. Hauptsache wir sparen Geld dabei. Und den Buhmann bekommen wir "saditisch veranlagten" Eltern untergeschoben !

Wer will kann der Zeitung dazu einen gepfefferten Leserbrief hier schreiben! Der Titel des Artikels lautet "Der Preis des Überlebens"

Um es deutlich zu machen - in dem Artikel geht es NICHT um die Frage der Reanimation - es geht darum wenn nach der Reanimation schwere Behinderungen eintreten oder bereits von Geburt an bestehen - dann nicht mehr zu behandeln, d.h. Therapien zu begrenzen, keine OP's mehr, keine Medikamente, etc. Nicht verwechseln mit der Frage nach dem Sinn einer Reanimation !!!!

Es geht klar um die Frage ob es lohnenswert und rentabel ist einen "Krüppel" weiter zu behandeln !!!! Abkratzen lassen ist viel billiger.

Der Preis des Überlebens

Kinder mit schweren Geburtsschäden werden oft jahrelang allein von der Medizin am Leben gehalten. Ist dies eine ethische Notwendigkeit oder nur eine einzige Qual?

Von Achim Wüsthof

Wenn der Link zum Artikel nicht mehr funktioniert, hier das ganze nochmal als PDF-Dokument :


Angehängte Dateien
.pdf   DerPreisdesÜberlebens.pdf (Größe: 80,06 KB / Downloads: 306)
Hoffnung ist nicht die Überzeugung dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht. (Vaclav Havel)
HP www.sedolin.de
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#2
Zitat:Nach seiner zweiten Nierentransplantation war ein Teil der Speiseröhre abgestorben und eingerissen
Wie bitte kommt man von den Nieren zur Speiseröhre? Das sieht imho danach aus, als wäre beim Intubieren was schiefgelaufen. Also ein Kunstfehler..
Weil die Ärzte was verbocken soll das Kind sterben? Hallo? Gehts euch noch zu gut? <.<

Der Text regt mich nur noch auf.. Verkommt die Gesundheitsreform zur Euthanasie? Nach über 50 Jahren also schon wieder? Spitze -.-

Btw. ich habe vorhin einen Thread in meinem anderen Forum geschrieben und möchte Euch die Antworten nicht vorhenthalten.
Besonders erwähnen möchte ich den Post von Taiyo ( falls dieser Link zum Threadende linken sollte *g* )

http://www.pokemon-adoption.de/forum/index.php?page=Thread&threadID=2159
liebe Grüße

Ginome

Tipp
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#3
Hallo sedolin,
netter Artikel, besonders erfreut mein Herz, dass Herr Dr.Hentschel, Freiburg, sich exponiert in der "Zeit".
Mein Sohn wurde von ihm nach einem Ertrinkungsunfall, Reanimation auf der Intensivstat. betreut. So gut, dass er nun fünf Jahre komatös und unter, ja sicher,Qualen, lebt (oder zum Leben verurteilt ist?).
Eine Kommision, wie die im Artikel von Herrn Hentschel dargestellt, wurde tatsächlich versammelt, es lautete im Mai 99 "Ethik-Konsil". Allerdings lag der Schwerpunkt dabei auf der juristischen Absicherung sowie das Absprechen der Linie, die man der Mutter,mir, gegenüber an den Tag legt.
Etwas blauäugig, zwar gutgemeint, aber albern, wenn der Artikel dies als kompetetes Mittel gegen die Unsicherheiten bei der Urteilsfindung bezüglich möglicher und, Sedolin, im Einzelfall (!) angebrachter und gebotenerTherapiebegrenzungen preist.
Therapiebeendigungen sind nicht monetär zu begründen, ausser man ist Zyniker, sondern,(als leidensbeendend, immer eine extreme Situation) ausschließlich aus humanen Erwägungen heraus. Dazu bedarf es menschlicher Qualitäten, die ich bei Klinikärzten, in fünf Jahren permanenter Erfahrung, seltenst angetroffen habe. Praktiziert wird eher eine sicherheitsorientierte, passive Medizin (Frühstgeborene maximal therapieren, Wiederbelebungen bei Schwerstkranken, etc.)

Nie werde ich auch vergessen, wie Herr Hentschel auf eine medizinisch, sachliche Frage von mir antwortete :" Das verstehen sie ja doch nicht". 'Er lächelte dazu, lehnte sich im Stuhl zurück, spreizte die Beine etwas ab und sprach weiter ,Zitat:"Wenn sie weiterfragen, werden wir überlegen,ob wir sie einweisen lassen."
Soviel zu Herrn Hentschels Äußerung im Artikel, Zitat:"Die Eltern müssen als ebenbürtige Partner bei der Entscheidung anerkannt werden."
Noch hinzufügen möchte ich als letztes, das ich von Herrn Hentschel auf die in der Hausordnung üblichen eng begrenzten Besuchszeiten festgelegt wurde, so dass ich meine Nächte wachend, weinend, trauernd unter dem Zimmer meines sterbenden Kindes auf einer Parkbank verbrachte.

In meinem ganzen Leben habe ich nie ein menschlich inkompetenteres Verhalten wie das Gebaren von Herrn Hentschel und Herrn Prof. R.Korinthenberg erlebt.
Dies, sowie der Zustand nach der medizinischen Misshandlung meines Kindes hat nachhaltig das Leben meines Sohnes und mein eigenes beschädigt.


Ist der Kommentar zu lange, Sedolin?Tschüß, Nikola
www.huahinelife.de

Es ist unklug, das Leben nach dem Zeitbegriff abzumessen. Vielleicht sind die Monate, die wir noch zu leben haben, wichtiger als alle durchlebten Jahre. (Leo Tolstoi)
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#4
Hallo Sedolin,

mir entfiel das spontan gnädigerweise, aber ich möchte es nicht unerwähnt lassen, es passt gut zum Thema. Ich fragte sowohl Herrn Dr.Hentschel, der Herr aus dem Artikel der "Zeit", sowie vor allem Herrn Prof. Korinthenberg, Freiburg, in der Tat wörtlich: " Können sie es vor sich verantworten, einem anderen Menschen in diesen Zustand (Wachkoma) zu bringen ?"
Herr Korinthenberg fing an zu brüllen und drohend auf mich zuzutreten. Wirklich keine Übertreibung.

Er lenkte bei, als ich zu weinen anfing und sagte dann, es sei ein gesellschaftliches Problem, er könne nichts machen.

Unmittelbar nach diesem Gespräch verweigerte die Klinik eine Weiterbehandlung meines Kindes.
Eine souveräne Reaktion auf meine Frage, die sicher einen wunden Punkt traf.

Aber genug des Kommentars, ich hoffe, ich habe zum Thema etwas beitragen können.
Tschüß, Nikola
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#5
Dämmerts nun so manchem?

oder immer noch nicht?
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#6
Euthanasie nach Geldbeutel...

http://www.bundestag.de/parlament/kommis...gungen.pdf


oder nach Gefälligkeit.



Gestern melden die Radionachrichten, die Bundesregierung wolle jetzt auch die nichttödlichen Krankheiten (Wachkoma, Demenz u.ä.) zur rechtlich abgesicherten Beseitigung freigeben. Med


Strasse nach nirgendwo....


Nikola Maria
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#7
Zitat:Original von ursel2
Gestern melden die Radionachrichten, die Bundesregierung wolle jetzt auch die nichttödlichen Krankheiten (Wachkoma, Demenz u.ä.) zur rechtlich abgesicherten Beseitigung freigeben.

Ja - es ist in der Diskussion dies explizit in ein Patiententestament mit aufnehmen zu lassen.

Somit bewegen wir uns erneut zurück ins 3. Reich. Traurig daß die Menschheit scheinbar nix dazu gelernt hat.

Liebe Grüße
Bettina
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#8
http://www.zeit.de/2005/24/M-Totenforschung


Extrem interessanter Artikel, erfordert durch die Länge und das Thema etwas Zeit und IQ.
Also nur für Insider, leider. Tongue


Gruss, Nikola und Valentin
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