Seit 28.01. ist Cedric wieder zu Hause
#1
Geschrieben von: Sedolin
Am: 01.02.2006 um 12:17

Hallo,

endlich komme ich doch mal dazu zu schreiben.

Cedric ist seit Samstag wieder zu Hause. Was er genau hatte konnte mir leider niemand sagen.

Donnerstag kam jedoch plötzlich unglaublich viel Gallensaft aus der Magensonde gelaufen. Außerdem schrie er vor Schmerzen. Zwischendurch war er total apatisch. Die Körpertemperatur war jedoch eher etwas zu niedrig (so um 36,1 ). In der Klinik wurde geröngt, wegen Verdacht auf Darmverschluß. Die Blutwerte wurden bestimmt, lediglich die weißen Blutkörperchen waren etwas erhöht. Auch im Urin war nichts festzustellen. Es wurde noch ein Ultraschall der Galle (wegen Gallensteinen - war aber nix) und der Nieren gemacht. Da war aber auch alles ok. Am nächsten Tag mußte er noch ein Kontraströntgen über sich ergehen lassen um den Erfolg der Fundoplicatio zu überprüfen. Immerhin wissen wir jetzt daß der Reflux erfolgreich eingedämmt wurde. Leider sieht es aber so aus, daß er wohl nicht alles 100 % abschluckt und somit Reste in der Speiseröhre verbleiben. Beim Schluckversuch jedoch war kein Hinweis auf Aspirationen zu bemerken (was mich sehr freut). Sie vermuten, daß die vielen Lungenentzündungen von Speichelresten in der Speiseröhre kommen. Ich soll jetzt vorsichtig Schlucktraining mit ihm machen.

Was diesen Gallenstau verursacht hat bleibt jedoch unklar. Es gibt zwei Vermutungen. Zum einen wäre es möglich, daß die Magensonde in den Magenausgang gerutscht sein könnte. Zum anderen wird ein Magen-Darm-Infekt vermutet, der durch die vielen Antibiosen unterdrückt worden war und jetzt mit einem Schwups raus kam.

Er wurde 24 Stunden über Tropf versorgt und der Magensaft wurde in einen Beutel geleitet. Das hat ihm auf jeden Fall gut getan. Freitag abend bekam er erstmals wieder essen und trinken über die Sonde. Er lies sich bis Sonntag supertoll sondieren. Leider wird es seit Montag schon wieder schlechter. Gestern abend hat er auch wieder angefangen etwas zu würgen und wieder Schmerzen im Bauchbereich gezeigt. Ist ist echt zum heulen. Die OP sollte ihm helfen und nicht erstmal alles viel komplizierter machen als vorher.

Ich hoffe, daß die ganzen Probleme jetzt langsam mal zum Stillstand kommen und wir dann vielleicht wirklich etwas positives in der OP sehen können. Bislang ist das einzig schöne daran, daß das Bett nicht mehr vollgespuckt ist. Ansonsten gibts bislang leider Probleme ohne Ende. Hoffentlich war dieses jetzt erstmal der letzte Rückschlag. Der Frühling kommt und nun soll es endlich mal steil bergauf gehen.

Hoffnungsvolle Grüße
Bettina
Hoffnung ist nicht die Überzeugung dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht. (Vaclav Havel)
HP www.sedolin.de
#2
Ich bin auch für steil bergauf.

Alles Gute.
Herzlichen Dank für Deine Mail.
Gruß
Gabi
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