Hundetherapie
#11
Hallo Hilde,

vielen Dank für die Antwort. Gern würde ich den Therapieplan von euch wissen.Mir hilft ja alles Wissen,da ich ja kein Therapeut bin und mich zwar etwas im bereich Wachkoma auskenne in Verbindung mit Tieren,aberich halt dort nicht die Möglichkeit habe mit Therapeuten zu arbeiten. Also ich find das wirklich doof,das die Angehörigen nicht dafür sorgen das Krankengymnastik oder Ergotherapie kommt, denn dadurch sind sie in meinen Augen schon wieder etwas abgeschreiebn so nach dem Motto : ".... du wachst eh nicht wieder auf"
Denn was haben die dort im Heim? Nichts außer das sie gepflegt werden und was ins Doko einschreiben.Mit dem bezahlen der Therapien ist so ne Sache , kann ich mir schon vorstellen das das nicht jeder kann, aber ich würde das ja über den Hospizverein , also im Ehrenamt machen, warte jetzt nur noch auf die Zustimmung. Der Heimleiter meinte aber er überzeuge die Angehörigen schon davon das das gut ist ,siehe Vogtareuth.
Ich möchte echt nicht behaupten Wachkomapatienten wachen durch Hunde oder andere Tiere auf, aber ich bin mir sicher das es je nach Möglichkeit ein Anreiz ist für den Patienten mit dem Tier kommunizieren zu wollen in welcher Art auch immer.
Meine Hündin die ich eigentlcih für Therapiezwecke einsetze ist eine Neufundländerhündin( momentan ca. 54 Kg mit einem Jahr). In einem solchen Fall wie bei Wachkomapatienten kann ich diese natürlich nicht auf´s Bett setzen. Ich habe aber gelesen das angeblich allein die Anwesenheit im Raum auf die Patienten positiv wirken tut.
Unsere kleine Hündin ein Cavalier King Charles Spaniel ,ist zwar dafür geeigneter,aber dafür sehr lebendig. Sie geht gern in Betten,aber haart z.B. sehr stark im Geegnsatz zu dem Neufi der sehr gelassen ,ruhig,vorsichtig ist und nur macht was man ihr sagt. Von der Wirkung auf den patienten dieser beiden sehr unterschiedlichen Hunde bin ich mir noch nicht so sicher,weil zwar ein aufgeweckter Hund eigentlcih Spaß bringt, aber vielleicht auch überfordert.Und ihr könnt ja das Pferd auch nicht ins Bett tun . Einer dieser Patienten wird ja ab und an mit dem Rollstuhl mit raus genommen zum spaziernen fahren,aber insgesamt denk ich mir wenn die aufwachen sollten ist da nichts mehr mit bewegen oder Muskulatur wenn sie so viele Jahre nicht therapiert werden oder bewegt. Ist schon traurig wenn man sich vorstellt das sie evtl. alles mitbekommen sich nur nicht mitteilen können. Ich werd jedenfalls versuchen das Beste draus zu machen,es kann nur besser werden.

Es ist halt schlecht das man fast niemanden zum Erfahrungsaustausch findet.

Meine E-Mail falls du mir persönlich schreiben möchtest ist: pfoetchen-einstein@gmx.de

Lg Kirstin
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#12
Hallo Helbrzia,

auch dir danke für den Tip,aber das ist mir zu weit, wenn ich das ehrenamtlich mache,darf man sich auch nur in seinem Landkreis bewegen,denn jeder hat nen eigenen Hospizverein und da ist gerecgelt wer wo ist.

Lg Kirstin
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#13
hallo kirstin
ich bin neu im Forum. Habe mit Interesse deine Beiträge gelesen. Habe nun die Prüfung zum Therapiehundeteam gemacht und überlege mir die Einsatzgebiete.Ich habe auch großes Interesse mit Wachkomapatienten zu arbeiten,wobei ich in unseren Krankenhaus Pionierarbeit leisten müßte.Wie geht es dir hast du schon eine Einsatzmöglichkeit gefunden ?
Lg.ana
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#14
Hallo ana,

also erst mal zum Thema Therapiehundprüfung. Ich möchte dir da nicht zu nahe treten,aber ich war zur Tagung in München ( tiergestützte Interventionen für akut,chronisch und an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche)wo auch über das Thema Ausbildung zum Therapiehundeteam gesprochen wurde.( Vielleicht war zufällig auch noch jemand da.)
Kurz und knapp gesagt,kann man die Ausbildung machen aber halt bei jedem ( weil jeder kann das anbieten-er muss nicht die Erlaubnis haben oder so) und du hast zwar sozusagen für die Leute denen du das vorlegen möchtest ein zertifikat oder Abschluss oder so , aber eigentlich kannst du damit nichts anfangen. Ich weiß nicht ob ich das jetzt so erklärt habe das man versteht was ich meine,ich bin nur auch vorher schon immer etwas angesäuert gewesen wenn man sich die vielen Seiten im Internet ansehen kann wo " Ausbildungen " statt finden und was da teilweise die Inhalte sind.

Zum zweiten kann man meiner Meinung nach keinen Therapiehund welpen kaufen wei das auch oft angeboten wird.Und auch nicht jedes Hund-Mensch Team kann meines Erachtes zum Einsatz ausgebildet werden, denn nicht jeder Hund bringt die Vorraussetzungen mit und wenn er die nicht hat kann ich ausbilden was ich will.

Mit dem Einsatz dann das ist so ne Sache. In das Heim wo ich hin wollte oder das angeboten hätte, hätte ich das sogar ehrenamtlich gemacht,aber die Angehörigen haben noch nicht eingewilligt.manchmal hab ich das Gefühl wenn die Wachkomapatienten im Heim sind,keine Therapien mehr bekommen und sich außer versorgen keiner um sie kümmert das die Angehörigen da gar nicht interessiert dran sind das die Patienten wieder aufwachen . Sonst hätten sie doch nichts zu verlieren wenn sie nicht mal was bezahlen müssten.

Auf der Tagung gab es Videos von der Klinik in Vogtareuth. Sehr beeindruckend wie da gearbeitet wird,und die Kinder aus dem Wachkoma erwachen.

Ich weiß nicht wie du dir die Arbeit mit deinem Hund vorstellen tust.Hast du einen Beruf in der Richtung oder jetzt diesen Abschluss gemacht und möchtest das ehrenamtlich machen?

Also ich finde am schwierigsten die Überzeutgungsarbeit,und gleich danach den Kostenfaktor,da man halt nicht alles ehrenamtlich machen kann.

Ich schaue jetzt mal was sich da noch ergibt,schwierig ist auch erst mal Heime oder Kliniken zu finden die sich auf Tiere egal welcher Art bei sich einlassen,den man erst mal sein Konzept vorstellen darf.

Lg Kirstin
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#15
Hallo noch mal,

habe gerade eien Mail von dem Heim wo ich schon bin bekommen das die Angehörigen von einer Wachkomapatientin die dort liegt nichts gegen den Besuch von mir und meiner Hündin haben. Insgesamt gibt es dort drei Wachkomapatienten. Wie schon mal erwähnt find ich schade das die alle keine Therapie mehr bekommen, denn wer will wissen ob sie nicht eines Tages doch wieder aufwachen und dann...Ich bin nicht so optimistisch das ich da hin gehe und meine wegen mir und der Hündin wacht sie auf,aber ich denk gar nichts bewirken wirds auch nichts.Ideal wäre natürlich der besuch von mir mit Hündin gekoppelt mit Therapeuten,aber besser als gar nichts für den Patienten ist es bestimmt allemale.
Ich schreib wieder wenn es was neues gibt.

Lg Kirstin
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#16
Du bleibst am Ball. Respekt!

schön, dass du mal positive Resonanz finden konntest.
Berichte mal, aúch wie das Setting so war.

Es gibt meiner Erfahrung nach (wir haben auch einen Hund) immer ziemlich verborte Hygieneansichten oder sonstwelche Vorbehalte.

Unser Hund ist bei der Logopädie dabei, d.h. er schaut vom Zimmer-Balkon aus direktemang zu uns. Im Zimmer hat sie einfach kein gutes Gefühl, also die Logopädin. Finde ich aber sehr respektabel.

Würde mich interessieren, wie ihr klarkommt. Smile

Viele Grüße,
Ursel
www.huahinelife.de

Es ist unklug, das Leben nach dem Zeitbegriff abzumessen. Vielleicht sind die Monate, die wir noch zu leben haben, wichtiger als alle durchlebten Jahre. (Leo Tolstoi)
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#17
Hallo Ursel,
ich habe das Glück das der Heimleiter Tiere sehr gern mag und es auch eine Station da gibt mit ner Stationskatze, was die Idee einer Schwester dort war nach einer Fortbildung die sie besuchte und dort hörte wie geeignet das wäre für die Bewohner. Dem stimmte der Heimleiter sofort zu.
Auf anderen Stationen gibt es Vögel und Aquarium. Wenn in das Heim jemand kommt und könnte z.B. mit geringer Hilfe oder allein sein Haustier betreuen,also beim Hasen Käfig reinigen ,füttern ..., dann darf er das mitbringen.Sollte der Betreffende dann mal lurzfristig ins Krankenhaus müssen o.ä. dann wird das Tier für ihn gepflegt.
Find ich super.
Und da ich schon gesehen habe wie in dem Fall Hunde auf Wachkomapatienten wirken ,und weil wir bei den drei Patienten wissen das sie Hunde mögen denk ich es kann nur Gutes bringen.

Mit der Hygiene,das ist alles völlig unbegründet.Wie in München auf der Tagung gesagt wurde gibt es nicht mal ein Problem auf der Intensivstation damit. Es ist sogar von diesen Termine abgeraten worden z.B. regelmäßig vierteljährlich oder so mit dem Hund zum Tierarzt zu gehen und ihn durchchecken zu lassen. Man soll ihn halbjährlich entwurmen,schauen das er keine Flöhe hat und mit ihm zum Tierarzt gehn wenn ihm was fehlt.
Und so sieht das der Heimleiter dort zum Glück auch,allerdings ist es wahrscheinlich fast nirgends so das die Leiter ein offenes Ohr dafür haben,entweder weil sie keine Tiere mögen oder das Blödsinn finden, aber wahrschienlich auch nur so lang bis sie vielleicht selbst in der Familie mal betroffen sind.

Ich meld mich ganz sicher wieder.
Lg Kirstin
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#18
@ ursel,
bei unserer Logopädin darf sogar der Kater aufs Bett sitzen...ein weißes Handtuch drunter..damit man eventuelle "Viecherl" die er hinterlassen könnte.-..sitzen ....er hat ja Freigang...und das ist es.
Sie darf ja auch ihr Pferd berühren...und das kommt nicht "Steril" aus dem _Stall und vom Ritt querfeldein daher.
Es wäre gescheiter ,bei den Patienten für ein intaktes Immunsystem zu sorgen...dann braucht man die Tiere nicht wegsperren...und übrigens ist das Heim-bzw Kinikpersonal erwiesenermaßen die ärgste "Infektionsquelle"
Tiere finden immer einen Kanal zu Klienten.Daher sind sie nicht nur für WK-Patienten wertvoll .
hilde
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#19
Hallo, werde heute zum ersten Mal die Wachkomapatientin besuchen. Habe noch keine richtige Ahnung was mich da erwarten wird,bekomme weitere Infos dann erst auf Station,also wei alt,wie lange im Wachkoma...

Ich denk mir das sich viele Angehörige durch die hohen Heimkosten vielleilcht nicht noch therapien leisten können. Wenn der Arzt die verordnen muss und sagen muss warum das notwndig oder sinnvoll ist,was wiill er da sagen bei einem Wachkomapatienten der schon jahrelang da liegt? Und nach Hause holen tuen die meinsten denk ich nicht,denn wenn die Angehörigen arbeiten müssen kann das bestimmt nicht funktionieren, außer es gibt so viel Angehörige das die sich die Pflege und Betreuung teilen. Aber da müssten ja auch alle einer Meinung sein.Bei dem eine jungen Mann, der mit im Hospizkurs war, liegt ja seine Schwester seit sie so ca.6 Monate alt ist im Wachkoma. Sie ist jetzt knapp über 20 Jahre,musste mehrmals operiert werden...,da ist auch die Familie daran zerbrochen und welche wollen das abgeschaltet wird welche nicht und der Patient selbst ? Sie hatte keine Patientenverfügung also wird gestritten.
Diese Menschen sollten ihre Energie vielleicht lieber in andere Projekte stecken.

Lg Kirstin
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#20
Es könnte sein, dass jemand IM Wachkoma ist.
Aber er muss nicht deswegen "liegen".
Genauso ist man nicht im Rollstuhl "gefesselt"

Und was bitte schön soll "abgeschalten" werden?
Ich habe noch kein Knopf bei einem Menschen gesehen für ein- und ausschalten.

lg
Neni
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