Kosten für Pflegeheim ...
#1
hallo zusammen,


nach der Reha kam meine Mutter in ein Pflegeheim wo sie nun liegt (Wachkoma).
Ich hab einfach mal ne Frage zu den Kosten für so ein Heim weil ich hab das Gefühl, dass das ziemlicher Wucher ist was die verlangen ... wenn ich alle Zuschüsse bedenke wird die Pflege so ca. 5500 eur/ Monat kosten.
(Und das Sozialamt spielt dafür jetzt den Geldeintreiber ...)

Im Endeffekt machen die dort ja kaum was, sie hat einen künstlichen Ausgang/Eingang, d.h. alle 4 Stunden die Flasche auswechseln, plus bei Bedarf waschen, drehen ...

Liegen da Pflegeheime, mit denen ihr Erfahrungen gemacht habt in ähnlichen Bereichen ?

danke im Voraus

vg
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#2
Hallo Markus


mein mann ist auch seid 6.2.08 in einem pflegezentrum. er hat pflegestufe 2 er ist auch wachkomapatient. einen teil von 1300 euro zahlt die pflegekasse und dann habe ich einen antrag beim sozialamt gestellt für den rest der kosten. ich bekomme noch krankengeld bis seine rente durch ist. und jetzt kommt der hammer. ich soll vom krankengeld noch was dazu zahlen. wenn ich alle fixkosten und die zuahlungen für die hilfsmittel abrechne bleiben mir gerade mal dreihundert euro zum leben übrig. habe jetzt schon wieder ein schreiben bekommen wo sie mir mitteilen das die belege für die kosten die ich habe nicht ausreichen und sie meinen das ich zur zuzahlung verpflichtet bin. ich werde mich aber dagegen währen denn es ist schon sehr schlimm für mich mit der krankheit fertig zu werden und jetzt verlangt der staat von mir noch das ich mein bisheriges leben aufgebe was ich ja sowieso schon musste. wenn ich meinen verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann dann werde ich ja gezwungen das mein schuldenberg noch grösser wird nur weil sie verlangen das ich vom krankengeld einen teil an das pflegezentrum zuzahle ich bin auch langsam am ende mit meinen nerven aber ich werde mich dagegen währen, bis die rente durch ist dann können sie mir nix mehr wegnehmen denn die rente reicht gerade zum leben wenn überhaupt. wenn man einen krankheitsfall in der familie hat wird man noch bestraft dafür vom staat




liebe grüsse mimimaus
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#3
hallo Markus,
das mit den monatlichen Kosten in der höchsten Pflegestufe stimmt. wir haben von einem Heim in Bayern(Obernzell) die gleichen Auskünfte bekommen.Bei uns in Ö ist es ähnlich.Der höchste Pflegegeld beträgt 1532€/Monat =Stufe 7..der Rest ist entweder von eigenem Vermögen (bis auf ein Limit von 7000€ ) aufzubringen dann erst übernimmt die Sozialabteilung des Landes die Kosten.Wie das in D ist weiß ich nicht.

Die 5500 enthalten aber noch keine Therapien, das ist nur "Kost und Logis".Die Therapien werden auf Antrag vom Hausarzt von der Kasse genehmigt...oder eben nicht.Und dieTendenz geht dahin, dass eher gespart wird damit.
Das ergibt im betoffenen Fall dann wirklich oft existenzgefährdende Situationen.Die Fahrt- Kosten für Besuche..und die sollen ja so oft wie eben nur möglich sein,trägt man sowieso selber...nicht alle haben die Reha oder das Heim ums Eck.Auch die diversen Selbstbehalte bei Hilfsmitteln bzw, Medikamenten/Therapien bleiben noch.
In unserem Fall ist es wie sich herausstellte nicht nur sondern auch finanziell günstiger..obwohl das absolut nicht das Kriterium war...unsere Tochter daheim zu betreuen und rehabilitieren.Nur geht das leider eben in dem notwendigen Ausmass nicht bei jedem.
Das ganze Pflegegeld kann in unserem Fall (keine Fremdperson) dann eben für die von den Kassen nicht übernommenen Therapien verwendet werden,da ich es selber zum Leben nicht brauche und unsere Tochter für niemanden sorgepflichtig ist.Das geht sich dann aus. Der Rest kommt noch von diversen Unterstützungen (Rotary-club), Vereine, Privatpersonen ... nur darauf besteht kein Anspruch und man kann damit auch nicht fix kalkulieren...das sind eben Geschenke für die wir auch sehr dankbar waren und sind.
ich habe auch die erfreuliche Erfahrung gemacht, dass sogar Ärzte,(Augen)die über 100km anreisten um sie daheim zu untersuchen nicht mal ein Honorar verlangten..."ja sonst noch was, ruf an,wenn du wieder was brauchst!"...war der überraschende Kommentar----sowas gibt es auch!!!....ich kannte ihn persönlich vorher nicht, war nur der Mann einer Schulkollegin der Freundin meines Sohnes.
LG Hilde
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#4
Hallo zusammen,

danke für eure Infos, hat mir sehr weitergeholfen. Also unser Heim kostet 6000€ hat mir die Frau vom Sozialamt mitgeteilt, was auch aus Ihrer Sicht normal ist ...
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#5
Es gibt ein Modell, welches deutlich kostengünstiger ist und qualitativ hochwertige Pflege beinhaltet, nämlich die Wachkoma-WGs.
Der Mensch im Wachkoma verlegt seinen Wohnsitz in diese Wohneinheit und wird dort im Rahmen der ambulanten Intensivpflege rund um die Uhr betreut. Dies setzt die Leistungsgruppe vier vorraus. Beim Vorhanden sein einer geblockten Trachealkanüle, welche sehr viel Wachkomamenschen haben, sind die Vorraussetungen gegeben. Eine Betreuung ist so mit ca. 1000 Euro Eigenleistung pro Monat möglich. Eine Pflegekraft betreut meist nicht mehr als zwei Patienten!

Bei Interesse infach per Privatmail melden. gebe gerne noch weitere Auskünfte.

Gruß Matthias
Wir haben zwar alle den gleichen Himmel, aber nicht den gleichen Horizont.
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